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EM 2012: Finale Spanien – Italien 4:0 – Spanien holt das Triple

Die Rote Furie feiert eine finale Fiesta erster Güte

Kiew. Vor dem Finale der 14. Fußball-Europameisterschaft gingen die Meinungen ja stark auseinander. Auf der einen Seite gab es die Experten, die das Ende des spanischen Systems prophezeit hatten und Italien vorne sahen. Auf der anderen Seite gab es jene Meinungen, die an den dritten Titel in Serie für die Mannschaft von Vicente del Bosque fest glaubten. In einem Punkt aber herrschte Einigkeit: Es würde ein Duell auf Augenhöhe werden, das Endspiel der EM 2012 in Polen und der Ukraine. So kann man sich täuschen! Im Olympiastadion von Kiew spielte sich der Titelverteidiger und amtierende Welt- und Europameister in einen regelrechten Rausch. Mit einem 4:0 (2:0)-Erfolg schoss Spanien die Squadra Azzurra ins tiefste aller Täler der Tränen. Die Furia Roja schaffte damit nicht nur als erstes Team überhaupt, seinen Titel bei einer Euro zu verteidigen. Nein, das 4:0 war gleichzeitig der höchste Sieg in einem EM-Finale. Und so mutierte binnen 90 Minuten die komplette iberische Halbinsel zu einer einzigen großen Partymeile. Was für ein Match, was für eine Demonstration!

uefa

Grafik: Die UEFA verkündet den Europameister

Beide Trainer verzichteten in ihrer Startaufstellung auf große Veränderungen, hatten aber doch jeweils einen Spielerwechsel in petto. Italien probierte es auf der rechten Abwehrseite dieses mal mit Abate für Balzaretti, Vicente del Bosque vertraute in vorderster Front wieder Cesc Fabregas, der für Negredo in die Mannschaft rückte. Ein taktisches Geplänkel, wie es im Vorfeld durchaus erwartet wurde, blieb den Zuschauern des EM-Endspiels erspart. Denn noch nicht einmal eine Viertelstunde war verstrichen, da lag Spanien bereits mit 1:0 in Front, weil Andres Iniesta mit einem sensationellen Pass auf eben jenen Fabregas die Führung eingeleitet hatte. Nicht weniger perfekt war dessen Rückpasss auf David Silva, der mit dem Kopf nicht mehr ausweichen konnte und das Leder so aus rund acht Metern ins Netz drückte (14.). Besser hätte der Titelverteidiger also nicht in die Partie starten können.

Italien wehrt sich nach dem Seitenwechsel – vergeblich

Danach wurde Italien zumindest etwas stärker, doch viel gelang der Squadra Azzurra kaum, die es immer wieder mit Distanzschüssen probierte. Doch so war Iker Casillas im spanischen Tor nicht zu überwinden. Also war es an der Zeit für den EM-Sieger von 2008, die nächste Duftmarke zu setzen. Dieses Mal hieß die Ausgangsstation Xavi. Dessen Pass in die Tiefe auf Jordi Alba verwertete der in vollem Tempo kurz vor der Pause zum 2:0 (41.). Das alles ging viel zu schnell für in der Defensive völlig überforderte Italiener. Cesare Prandelli reagierte, brachte nach dem Seitenwechsel Antonio di Natale für Antonio Cassano, an dem das Endspiel komplett vorbei gelaufen war. Und der Stürmer von Udine war es, der direkt nach Wiederanpfiff die erste richtig gute Chance für die Italiener hatte, als er eine Flanke von Abate knapp über die Latte köpfte (46.). Casillas musste aber nicht mehr eingreifen. Wohl allerdings bei di Natales Schuss in der 51. Minute, als ihn Monolivo in Szene gesetzt hatte. Kippte dieses Endspiel also noch einmal?

Spanien macht mit der Squadra Azzurra kurzen Prozess

Die klare Antwort lautete: Nein! Denn der gerade erst eingewechselte Thiago Motta musste nach einer guten Stunde das Feld schon wieder verletzt verlassen. Und weil Prandelli schon drei Wechsel vollzogen hatte, spielte die Squadra Azzurra fortan in Unterzahl – und war somit nun völlig chancenlos. Xavi sah sechs Minuten vor dem Abpfiff erneut die Lücke in der italienischen Abwehr, der eingewechselte Fernando Torres sagte brav “Gracias” und machte mit dem 3:0 den Deckel drauf (84.). Es kam noch schlimmer für stolze Italiener: Auch Juan Mata, gerade eben erst für Iniesta eingewechselte, durfte noch einmal jubeln, weil Torres uneigennützig auflegte (88.). Es mag sein, dass dieser 4:0-Sieg am Ende eine Nummer zu hoch ausfiel. Eine Demonstration der Furia Roja blieb es dennoch. Felicidades, Espana, ihr seid die Könige Europas. Was für eine Mannschaft!


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